«Mein Sohn will überhaupt nicht lernen. Nein, er ist noch kein Schulkind, er ist erst 5. Aber sobald ich versuche, ihn in etwas einzubinden – Buchstaben, Zahlen beibringen, malen – lehnt er es entweder sofort ab oder verliert nach ein paar Minuten das Interesse. Die Schule steht vor der Tür, und ich weiß nicht, was ich tun soll? Wie kann ich ihn interessieren?", klagt die Mutter des 5-jährigen Maxim.
Und sie ist nicht allein. Heute stehen immer mehr Eltern weltweit vor dem Problem, dass ihre Kinder keine Lust auf Lernen haben. Jedes Kind hat in einem bestimmten Alter seine eigenen Gründe, warum es den Lernprozess nicht mag.
Schauen wir uns einen der häufigsten Gründe an – mangelndes Interesse. Warum hat das Kind keine Lust zu lernen, und was kann man tun, um das Lernen angenehm zu gestalten?
Wie beeinflusst das Temperament eines Kindes das Lernen?
Unser Temperament wird durch eine Kombination angeborener psychophysiologischer Merkmale geprägt. Wenn man den Temperamentstyp eines Kindes früh erkennt, kann man verstehen, wie es an das Lernen herangeht, und viele Probleme vermeiden.
Psychologen unterscheiden 4 Temperamentstypen:
- Melancholiker – Menschen, die leicht verletzt und gekränkt sind. Sie ermüden schnell und sind anfälliger für Stress.
- Sanguiniker – darunter sind die meisten Workaholics. Sie sind energiegeladen, lebhaft, gesellig und auch fleißig und beharrlich.
- Choleriker – leicht erregbar, nervös, aktiv und ungeduldig. Sie können nicht stillsitzen und sind immer in Bewegung.
- Phlegmatiker – im Leben werden sie meist als „gleichgültig“ bezeichnet. Phlegmatiker sind immer ruhig und ausgeglichen; keine Situation kann sie aus der Ruhe bringen.
Natürlich sind gemischte Temperamentstypen häufiger. Aber einer davon dominiert meist.
Schauen Sie sich nun Ihr Kind genauer an und versuchen Sie, seinen Temperamentstyp zu bestimmen. Hat es geklappt?
Wenn Ihr Kind ein Melancholiker ist, wird ihm das Lernen schwerer fallen als anderen. Das liegt alles an den Emotionen. Sie ermüden schnell geistig und körperlich, und infolgedessen erlischt ihr Interesse am Lernen. Wenn Ihr Kind ein Choleriker ist, ist es schwer, es lange für etwas zu begeistern. Das Ergebnis ist das gleiche – kein Interesse. Wie bei dem 5-jährigen Maxim – egal wie sehr sich seine Mutter bemüht, er hält nur ein paar Minuten durch.
Wenn Sie jedoch bei Ihrem Kind Züge eines Phlegmatikers oder Sanguinikers erkennen, können Sie aufatmen – es wird weniger Probleme mit dem Lernen geben. Dennoch ist es möglich, dass das Interesse am Lernen jederzeit nachlassen kann.
Was ist also die Lösung? Wie können Sie Ihrem Kind helfen, den Lernprozess zu lieben und sein Interesse lebendig zu halten?
Spiel als Methode der Erziehung, Entwicklung und des Unterrichts von Kindern
Unabhängig vom Temperament eines Kindes und seiner Reaktion auf die Welt kann das Problem des mangelnden Interesses am Lernen durch Motivation gelöst werden. Das heißt – durch das Wecken von Interesse.
Wie? Denken Sie an Ihre eigene Kindheit zurück. Was haben Sie zwischen 5 und 14 Jahren am liebsten gemacht? Natürlich – spielen! Sie mussten nicht überredet oder gezwungen werden zu spielen. Sie haben es mit großem Interesse und Freude getan.
Psychologen haben längst bewiesen, dass Spiel die beste und natürlichste Form des Lernens für Kinder ist. Lernen durch Spiel ist so strukturiert, dass Kinder interessiert bleiben und mehr wollen. Unter solchen Bedingungen verstehen und nehmen Kinder Informationen leichter auf.
Durch Spiel wird die Persönlichkeit eines Kindes geprägt, und es entwickeln sich geistige Eigenschaften, die sein Verhalten im gesamten Erwachsenenalter bestimmen.
5 Vorteile des Lehrens von Kindern durch Spiel
1. Das Kind ist immer motiviert
Eine Unterrichtsstunde in Spielform lehrt nicht nur, sondern hält auch die Aufmerksamkeit gefesselt. Dadurch bleibt das Kind 30–45 Minuten lang interessiert, aktiv und beharrlich. Gleichzeitig entwickeln sich Eigenschaften wie Entschlossenheit und Kreativität.
2. Der Stoff wird leicht und interessant vermittelt
Das Fehlen strenger Disziplin, ein Gefühl von Freiheit und Wahl sowie eine ungewöhnliche, fesselnde Darstellung der Informationen ermöglichen es dem Kind, Wissen leichter und schneller aufzunehmen.
3. Keine Monotonie
Erinnern Sie sich, wie Sie in manchen Schulstunden einschlafen wollten? In einer Unterrichtsstunde in Spielform ist das Kind ständig aktiv. Geistige, emotionale und körperliche Ressourcen sind alle gefordert. Da bleibt keine Zeit zum Schlafen!
4. Vielfältige Möglichkeiten, Informationen zu vermitteln
Im Spiel ist es einfacher, einem Kind schwierige Konzepte zu erklären. Und das kann auf verschiedene Weise geschehen: ein Bild zeigen, ein Geräusch machen, eine Szene nachspielen usw. So werden wichtige Punkte aus dem Lehrplan nicht verpasst.
5. Der Lehrer wird zum besten Freund
Kinder fühlen sich immer zu Erwachsenen hingezogen, die gerne mit ihnen spielen. Während einer Unterrichtsstunde in Spielform entwickelt sich eine freundschaftliche und vertrauensvolle Beziehung zwischen Schüler und Lehrer, und das Kind freut sich immer auf den Unterricht.
Welche Spiele eignen sich zum Unterrichten von Kindern?
Am häufigsten werden aktive, verbale, didaktische und Rollenspiele eingesetzt, um Kindern etwas beizubringen. Die Wahl der Spielart sollte auf dem Alter, dem Temperament, den Lernzielen und den Interessen des Kindes basieren.
Trotz der Tatsache, dass in vielen Ländern der Welt seit langem spielbasiertes Lernen in Bildungseinrichtungen praktiziert wird, hat sich das Bildungssystem in den meisten postsowjetischen Ländern seit Jahrzehnten nicht verändert. Infolgedessen müssen Eltern selbst Lösungen finden und ihren Kindern helfen, Lernschwierigkeiten zu überwinden.
Die spielbasierten Methoden, die wir im Unterricht einsetzen, basieren auf jahrelanger pädagogischer Erfahrung und zeigen hervorragende Ergebnisse. Nach Abschluss unserer Kurse beherrschen Kinder den Leselehrplan eines Schuljahres.
Liebe Eltern, wenn Ihr Kind nicht lernen will, egal ob im Vorschul- oder Grundschulalter, setzen Sie sich mit ihm zusammen und sprechen Sie mit ihm. Finden Sie heraus, was es interessiert.
Denn eine vertrauensvolle Atmosphäre in der Familie ist ebenfalls wichtig, um das Interesse am Lernen zu steigern. Wählen Sie dann eine Bildungseinrichtung und wechseln Sie selbstbewusst den Lernprozess in ein Spielformat. Denn solange Ihr Kind jung ist, haben Sie eine bessere Chance, ihm von Kindheit an die Liebe zum Lernen zu vermitteln.
Einen Kommentar hinterlassen